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| 26.11.2005 |
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Reinhard Nachtigal Die Dondeutschen 1830 bis 1930
Unter Zar Alexander II. wurde es der nichtkosakischen Bevölkerung Rußlands erlaubt, auch in Kosakenterritorien zu siedeln. Deutsche Kolonisten, vor allem aus den deutschen Schwarzmeerkolonien, nutzten diese Möglichkeit seit den 1870er Jahren und gründeten Tochterkolonien im schwach besiedelten Dongebiet. Schon um 1900 verfügten sie über einen ansehnlichen Bodenbesitz, auf dem sie neben Getreideanbau auch Viehzucht, schließlich Mühlen und metallverarbeitende Industrie betrieben. Parallel zum Wirtschaftsboom in Rostow machten 34.000 Siedler bis in den Ersten Weltkrieg ihr Glück im Dongebiet.
Die Geschichte der Dondeutschen zeigt auch, weshalb sie sich nach dem Ersten Weltkrieg immer weniger halten konnten: war der Erfolg zu schnell vonstatten gegangen, so daß die Entwicklung geistig-kultureller Institutionen nicht mithalten konnte, die für die Bewahrung ihres Deutschtums so wichtig waren? In den 1930er Jahren verschwinden ihre Spuren, nachdem im ersten Jahrzehnt der Sowjetherrschaft die Dondeutschen sich wieder zu konsolidieren schienen. Der Verfasser legt vor dem Hintergrund einer bewegten, hundertjährigen Entwicklung die anschauliche Chronik zu einer Teilgruppe der Deutschen in Rußland vor, die bis zum Ersten Weltkrieg zu den reichsten Kolonisten in Rußland zählte. Erfolg und Schicksal der Dondeutschen lagen bisher völlig im Dunkel der Forschung, das der Freiburger Osteuropa-Historiker mit reichhaltigen Archivquellen aufhellen kann.
Die Buchbestellungen sind an Buchhandlungen oder direkt an die Verlagsadresse zu senden: Nordendorfer Weg 20, D- 86154 Augsburg, Tel.: 0821-4190431 und 4190433, Fax: 0821-4190431 Email:waldemar.tatjana@t-online.de
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